Rechtliche Vorgaben zum Schallschutz

Das Umweltschutzgesetz bildet gemeinsam mit der Lärmschutzverordnung die rechtliche Grundlage für den Lärmschutz. Sie besagen, dass die Lautstärke einen gesundheitsgefährdenden Pegel nicht überschreiten darf. Dieser wird mithilfe von verschiedenen Werten in der Schallschutznorm SIA 181 sowie DIN 4109 festgelegt. Die Empfindlichkeitsstufen variieren dabei zwischen privatem und beruflichem Umfeld. So ist die Lärmgrenze innerhalb eines Wohngebiets deutlich niedriger als in einem Industriegebiet festgelegt. Auch die Tageszeit spielt beim maximal zulässigen Pegel eine Rolle. Nachts muss es unabhängig vom Ort ruhiger sein.

Was ist Schall und wie breitet er sich aus?

Schall ist kein Synonym für Lärm. Das trifft erst dann zu, wenn ein Ton als störend empfunden wird. Doch was genau ist Schall eigentlich? Physikalisch betrachtet handelt sich bei Schall um Schwingungen, die sich in Form von Wellen ausbreiten. Je nach Frequenz nehmen wir den Schall unterschiedlich – oder auch gar nicht – wahr. Schallwellen können reflektiert, gebrochen oder absorbiert werden. Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten von Schall:

  • Luftschall
  • Körperschall
  • Trittschall

Die Wellen verbreiten sich also entweder über die Luft, verschiedene Körper oder den Boden beziehungsweise über die Wände. Um eine passende Dämmung für den jeweiligen Schall umsetzen zu können, muss die Art zunächst identifiziert werden. Anschliessend lassen sich passgenaue Massnahmen der Schallisolation umsetzen.

Das spricht für Schallschutzmassnahmen in jedem Lebensbereich

Lärm macht krank. Das ist keine persönliche Empfindung, sondern konnte auch durch die Weltgesundheitsorganisation nachgewiesen werden. Dabei müssen es keine langfristigen Hörschäden sein, die den Alltag deutlich einschränken. Bereits kleinere Minderungen des Hörvermögens können sich negativ auf die Qualität des Lebens auswirken. Dadurch stellt sich die Frage rasch, wie viele Dezibel zu viel sind.

Die Schmerzgrenze des Ohrs

Die Schmerzgrenze des menschlichen Ohrs liegt bei 130 dB. Das entspricht ungefähr der Lautstärke einer Explosion. In Diskotheken werden regelmässig Geräuschkulissen von bis zu 105 dB gemessen. Auch an Arbeitsplätzen herrschen häufig Lautstärken von bis zu 85 dB vor. Letzteres ist ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko. Die meisten Menschen besuchen laute Veranstaltungen schliesslich nur in unregelmässigen Abständen. Am Arbeitsplatz jedoch finden sie sich regelmässig und über viele Jahre hinweg ein. Das vermindert das Hörvermögen schleichend, aber dennoch spürbar. Es gilt also, geeignete Massnahmen für den Schutz der Gesundheit umzusetzen.

Einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit hat Schall jedoch nicht erst, wenn das Gehör beeinträchtigt wird. Lärm stört unsere Konzentrationsfähigkeit, ausserdem kann unser körperliches und seelisches Wohlbefinden in Mitleidenschaft gezogen werden. Studien zeigen, dass Lärm langfristig Herz-Kreislauf-Störungen auslösen oder sogar das Auftreten von Diabetes begünstigen.

Welche Schallschutzmaterialien sind empfehlenswert?

Mineralwolle, spezielle Vorhänge oder Noppen- beziehungsweise Akustikschaumstoff zählen zu den bekanntesten Schallschutzmaterialien. Darüber hinaus lässt sich die Raumakustik mithilfe von Schallabsorbern oder Türisolationsdichtungsstreifen optimieren. Auch eine Schallschutz-Haustüre sowie gedämmte Fenster reduzieren Lärm effektiv. Gleiches gilt für Dämpfer oder die Dämmung mithilfe von Dichtungsbändern. Dabei unterscheiden sich die Massnahmen im Innenbereich deutlich von denen im Aussenbereich. Ein gelungenes Beispiel hierfür stellen witterungsbeständige Schallschutzplatten dar. Diese können im Garten aufgestellt werden, wobei je nach Produkt auch eine Integration in den Zaun möglich ist. Wer möchte, kombiniert den individuellen Lärmschutz mit einem Sichtschutz.

Diese Massnahmen sorgen für eine gute Schallisolation gemäss der Schallschutznorm

Egal, ob Schallabsorber oder Schaumstoff – die Schallisolation gelingt auf vielen Wegen. Zugleich wird die gewünschte Akustik durch eine Kombination aus verschiedenen Massnahmen unterstützt. Als Beispiele dafür soll der Einbau von Schallschutzfenstern dienen. Auch Schallschutztüren sperren Lärm aus. Zugleich können Aussen- und Innenwände schallgedämmt werden. Das trifft auch auf die Decke zu. Soll noch mehr Ruhe in ein Gebäude einkehren, empfiehlt sich die trittschallgedämmte Treppe. Sie lässt sich bei Bedarf durch Profis nachrüsten. An dieser Stelle ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Umsetzung der Schallschutznorm eingehalten wird. Sie stellt in der Schweiz mehr als nur einen Richtwert bei Sanierungen oder Umbauten dar.

Der Begriff beschreibt sämtliche Massnahmen zur Eingrenzung des Schalldruckpegels innerhalb und ausserhalb von Räumen. Sie mindern die Ausbreitung des Schalls zwischen Quelle und Empfänger.

Lärm kann das eigene Wohlbefinden und damit die Gesundheit nachhaltig schädigen. Somit trägt eine angenehme Akustik einen wesentlichen Teil zur Lebensqualität und Konzentrationsfähigkeit bei. Das gilt im privaten, aber auch im beruflichen Bereich.

Diese Haustüre verhindert die Schallübertragung vom Aussen- in den Innenbereich und umgekehrt. Nicht nur an stark befahrenen Strassen stellt das ein echtes Plus für das eigene Wohlbefinden dar.

Schallabsorber, Akustikplatten, Schallschutztüren oder Schallschutzfenster sind bewährte Möglichkeiten, um die Ausbreitung von Lärm zu verringern. Auch Dekoelemente wie Schallschutzbilder sorgen für wohltuende Ruhe.

Schallschutzfenster dämpfen störende Aussengeräusche effektiv. So mindert der Lärm von Bauarbeiten an einem Gebäude etwa nicht länger die Lebensqualität.

Trockenbauinstallationen machen es leicht, die Akustik innerhalb von Räumen zu verbessern. Zugleich lässt sich passgenauer Schutz dank Trockenbau einfacher als bei der Massivbauweise umsetzen.

Das Messen einer Schalldämmung erfolgt frequenzweise mithilfe von Terzen. Hierbei handelt es sich um ein genormtes Berechnungsverfahren, dessen Ergebnisse mit den Anforderungswerten der DIN 4109 verglichen werden müssen.